7 Wege, Ihr persönliches Bibelstudium zu organisieren

Die Notizfunktion von My Bible Log kann eine Menge. Mit eigenen Tags lassen sich Notizen ganz unterschiedlich ordnen – je nachdem, wie Sie arbeiten.

Hier sind 7 Ideen, wie Sie mit Notizen mehr aus Ihrem Bibellesen herausholen.

1. Offene Fragen

Halten Sie Ihre Fragen fest, während Sie lesen, ohne den Lesefluss zu unterbrechen – und kommen Sie später darauf zurück. Wenn Sie sich das nächste Mal hinsetzen, schauen Sie kurz auf die Notizen mit diesem Tag. Womöglich stoßen Sie beim Lesen genau auf eine Antwort.

Probieren Sie es aus

Legen Sie einen Tag für mindestens 3 Fragen an, denen Sie in der Bibel nachgehen möchten. Wie steht es mit diesen drei?

  • Wie wird ein Mensch „gerettet", und was bedeutet das überhaupt? Tag-Vorschlag: Erlösung
  • Gelten alle Vorschriften aus alttestamentlichen Büchern wie 3. Mose auch heute noch für uns? Tag-Vorschlag: AT-Gebote
  • Wie spricht die Bibel über Gemeinde? Wer oder was gilt als Gemeinde? Gebietet uns die Bibel, „in die Kirche zu gehen"? Tag-Vorschlag: Gemeinde

2. Jüngerschaft und Zweiergespräche

Viele studieren die Bibel gemeinsam mit einer Freundin, einem Freund oder einem Mentor. Wer andere begleitet, trifft sich unter der Woche womöglich mit mehreren Menschen. Ein eigener Tag pro Person hilft, das Gespräch über die Zeit hinweg lebendig zu halten – mit allen Fragen, Antworten und Themen, die dazugehören.

Probieren Sie es aus

Legen Sie für jede Person, mit der Sie die Bibel lesen oder über sie sprechen können, einen Tag an. Schreiben Sie zu jeder mindestens eine Notiz mit etwas, das Sie beim nächsten Mal ansprechen möchten.

3. Themenstudium

Legen Sie einen Tag für ein bestimmtes Thema an und sammeln Sie darunter alles, was Ihnen begegnet. Es lohnt sich, eine Frage eine Weile „mit sich zu tragen": Beim Lesen tauchen immer wieder Stellen auf, die ein Thema erhellen oder eine alte Frage beantworten.

Ein dankbares Thema ist zum Beispiel das Gebet. Sammeln Sie Verse, die zeigen, was Beten ist und mit welcher Haltung man mit Gott spricht. Verfolgen Sie von 1. Mose bis zur Offenbarung, wie Menschen mit Gott geredet haben – und wie Gott mit ihnen geredet und was er uns zugesagt hat.

Probieren Sie es aus

Die Bibel steckt voller spannender Themen, ist aber kein Lehrbuch: Hinten gibt es kein Stichwortverzeichnis mit jeder Frage, die uns umtreibt. Manchmal schon – aber alles kann so ein Verzeichnis unmöglich abdecken. Wählen Sie ein Thema, das Sie interessiert, und legen Sie dafür einen Tag an.

Als Anregung:

  • Sünde
  • Erlösung
  • Taufe
  • Abendmahl
  • Gemeindeleitung
  • Himmel
  • Geistesgaben

4. Ursprungssprache

Vielleicht wissen Sie schon, dass Hebräisch und Griechisch an manchen Stellen anders klingen als die Worte, die Sie vor sich haben. Merken Sie sich die Verse, die Sie in der Ursprungssprache nachschlagen möchten, um sie ganz zu verstehen.

Probieren Sie es aus

Wörter tragen in jeder Sprache eigene Nuancen. Im Deutschen gibt es für „Liebe" im Grunde ein Wort; im Altgriechischen, der Sprache des Neuen Testaments, sind es sieben – jedes mit einer etwas anderen Bedeutung.

Legen Sie einen Tag für Stellen an, die Sie im Urtext nachlesen wollen, etwa „Urtext". Suchen Sie mindestens 3 Verse mit dem Wort „Liebe" und versehen Sie sie damit. Nachschlagen können Sie diese Verse zum Beispiel auf Blue Letter Bible.

5. Übersetzungen vergleichen

Haben Sie eine Lieblingsübersetzung? Dann lohnt manchmal ein Blick darauf, wie andere denselben Vers wiedergeben – so bekommen Sie mehr von dem mit, was der ursprüngliche Autor sagen wollte.

Ab und zu zeigt ein Vergleich nebeneinander, dass einzelne Wendungen oder ganze Abschnitte nur in einer Übersetzung stehen. Meist liegt das daran, dass sie nur in einem Teil der heute erhaltenen Handschriften vorkommen.

Häufiger fallen beim Vergleich aber nur kleine Unterschiede in Wortwahl und Satzbau auf.

Neuere Übersetzungen halten sich in der Regel an die ältesten und am besten bezeugten Handschriften, um so genau wie möglich zu sein. Was erst in späteren Abschriften auftaucht, findet sich dann oft in einer Fußnote.

Ein Beispiel: In 1. Johannes 5,7-8 steht in der King James Version (KJV), einer der ersten englischen Bibelübersetzungen, mehr Text als anderswo:

7 Denn drei sind, die da zeugen im Himmel: der Vater, das Wort und der Heilige Geist; und diese drei sind eins. 8 Und drei sind, die da zeugen auf Erden: der Geist und das Wasser und das Blut; und diese drei stimmen überein.

Die New American Standard Bible (NASB) lässt diese Wendungen weg, um den frühesten Textzeugen treu zu bleiben:

7 Denn drei sind, die Zeugnis ablegen: 8 der Geist und das Wasser und das Blut; und die drei sind einmütig.

Die späteren Zusätze führt sie dennoch als Fußnote auf, damit man von ihnen weiß.

Besonders anschaulich wird das, wenn eine Übersetzung überarbeitet wird, um mit der Sprache Schritt zu halten. Die NASB wurde 2020 überarbeitet – zuletzt davor 1995.

Die Lockman Foundation, die hinter der NASB steht, erklärt auf ihrer Website, wie und warum sie die Übersetzung nach 25 Jahren überarbeitet hat.

Die NASB2020 macht an einigen Stellen deutlicher, wer gemeint ist. Denn das Griechische geht mit dem Geschlecht anders um als das heutige Englisch.

Im Englischen meint „brothers" immer männliche Geschwister. Im biblischen Griechisch gibt es kein Wort für „Geschwister", sondern nur „Bruder" und „Schwester". Wollte man Brüder und Schwestern zusammen ansprechen, sagte man trotzdem „Brüder", und alle verstanden, dass alle gemeint waren. Ging es wirklich nur um die männlichen Geschwister, musste man „männliche Brüder" sagen.

Die NASB-Übersetzer kamen zu dem Schluss, dass heutige englischsprachige Leser den griechischen Text hier falsch verstehen würden. Deshalb machten sie aus manchen „brothers" ein „brothers and sisters".

Dank dieser Unterscheidung erkennt man nun, wo die Autoren Männer und Frauen meinten – und wo tatsächlich nur Männer.

Probieren Sie es aus

Suchen Sie Verse, in denen die NASB95 „brothers" schreibt, und sehen Sie nach, ob die NASB2020 daraus „brothers and sisters" gemacht hat – oder ob dort wirklich nur von Männern die Rede war.

6. Merkverse

Sammeln Sie die Verse, die Sie auswendig lernen möchten, und üben Sie sie regelmäßig.

Viele Stellen der Bibel sprechen davon, wie wertvoll das Wort Gottes ist:

  • Psalm 19,7-11
  • Psalm 119,9-12
  • Psalm 119,105
  • Psalm 119,140
  • Psalm 119,151
  • Lukas 24,44
  • Johannes 17,17
  • Römer 15,4
    1. Korinther 10,11-12
  • Epheser 6,10-17
  • Kolosser 3,16
    1. Petrus 1,19
    1. Timotheus 3,14-17
  • Hebräer 4,12
    1. Johannes 5,13

Probieren Sie es aus

Legen Sie einen Tag für Ihre Merkverse an. Wählen Sie mindestens 3 dieser Stellen aus und versehen Sie sie damit.

7. Tagebuch und Gebet

Halten Sie täglich fest, was Ihnen beim Lesen durch den Kopf geht. Notieren Sie, worauf Sie hoffen, wofür Sie beten und wie Sie wachsen, dazulernen und anderen besser dienen möchten.

Auch Gebetsanliegen und erhörte Gebete lassen sich hier festhalten. Beides ist wichtig – und beides gerät ohne ein bisschen Ordnung schnell aus dem Blick.

Zwei Tags bieten sich an:

  • Gebetsanliegen
  • Erhörtes Gebet

Unter Gebetsanliegen finden Sie alles wieder, wofür Sie beten möchten.

Unter Erhörtes Gebet sehen Sie auf einen Blick, was Gott in Ihrem Leben und im Leben anderer getan hat.

Probieren Sie es aus

Legen Sie einen Tag für Ihre Tagebucheinträge an – und schreiben Sie gleich den ersten.

Fazit

Das sind nur einige der vielen Möglichkeiten, mit geordneten Notizen und Tags mehr aus Ihrer Zeit in der Bibel zu holen. Sobald Sie damit anfangen, kommen Sie schnell auf eigene Ideen.


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